"Eine bunte Vielfalt..."


Hier finden Sie zu jedem Instrument das in Unlingen gelernt werden kann eine kleine Beschreibung.

Blockflöte, Querflöte, Oboe, Fagott, Klarinette, Saxophon,

Trompete, Flügelhorn, Horn, Bariton / Tenorhorn, Posaune, Tuba, Schlaginstrumente,

Klavier, Gitarre

 

Die Blockflöte

Wer kennt sie nicht, die Blockflöte. Eines der beliebtesten Instrumente.
Hinter dem Begriff Blockflöte verbirgt sich eine ganze Familie, deren kleinste Ausführung passenderweise den Namen Garkleinflötlein trägt. Ihr folgen Sopranino-, Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassblockflöte und es geht weiter in die tiefe Lage mit Großbass-, Subbass- und Kontrabassblockflöte.
Zwar wird die Blockflöte bei uns nur als Einsteigerinstrument und als Übergang von der musikalischen Früherzieung zum Erlernen eines weiteren Instruments eingesetzt, doch erfüllt sie durchaus auch künstlerischne Ansprüche. Der Anwendungsbereich der Blockflöte erstreckt sich über viele Arten von Musik. Er reicht vom mittelalterlichen Spielmannstanz über Ensemblemusik der Renaissance und Solosonaten aus der Barockzeit bis hin zu moderner Musik. Man spielt solistisch, im Ensemble, mit Cembalobegleitung oder bunt gemischt mit anderen Instrumenten. Im 20. Jahrhundert tat sich die Blockflöte durch ihre facettenreiche Art der Klangerzeugung in zeitgenössischen Kompositionen und im Bereich der Improvisation hervor. Inzwischen wird sie auch im professionellen Jazz eingesetzt.

Aufgrund ihrer kleinen grösse und der relativ einfachen Tonerzeugung kann man die Blockflöte schon im Alter von ca. 5 Jahren erlernen.

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Die Querflöte

Die Querflöte gehört zu den Holzblasinstrumenten, weil sie bis Mitte des 20. Jahrhunderts aus Holz gebaut wurde. Erst später ging man dazu über, die Querflöte aus Edelmetallen wie Silber, Gold oder gar Platin zu fertigen.
Die Flöte ist als religiöses, militärisches, sowie weltliches Instrument ohne Zweifel das älteste Musikinstrument. Die ersten Belege für ihre Einführung in Griechenland datieren von der Mitte des letzten vorchristlichen Jahrtausends.
Querflöten haben das Anblasloch seitlich im Kopfstück auf der sogenannten Mundlochplatte wodurch sich die Querhaltung und ihr Name ergeben. Die Querflöte hatte bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts nur eine Klappe und konische Bohrungen. Als heutige Orchesterquerflöte findet fast ausschließlich die 1832 von T. Böhm konstruierte Böhmflöte Verwendung, zwecks bequemer Spielbarkeit sind heute alle Tonlöcher mit Klappen versehen. Die Flöte ist das einzige Blasinstrument, bei dem die Luft die Lippen direkt verlässt. Bei den Rohrblattinstrumenten, wo die Lippen das Mundstück umschließen, strömt die Luft zuerst ins Instrument, ehe sie mit der Außenluft in Berührung kommt. Das Gleiche trifft für die Blechblasinstrumente zu. Bei allen Flöten (außer der Blockflöte) regulieren allein die Lippen den Druck, die Richtung und die Form des Luftstrahls.
Eine ähnliche Anblastechnik kennt, wer mal auf einer Flasche zu blasen versucht hat.
Als Sopraninstrument der Holzbläser ist der Flöte immer wieder die Rolle des pfeifenden Vogels zugeschrieben worden, so nicht nur in "Peter und der Wolf", sondern auch in zahlreichen Werken der klassischen Musik. Dank ihrem außerordentlichen Klangreichtum findet die Querflöte überall Verwendung, in der Kammermusik ist sie genauso gefragt, wie im Sinfonieorchester, in der Blasmusik, sogar die Popmusik und der Jazz haben Gefallen an ihrem Klang gefunden.
Zur Familie der Querflöten gehören die Piccolo, die große Flöte in C, die Altquerflöte in G, die Bass-, Kontrabass- und Subkontrabassquerflöte. Am gebräuchlichsten ist heute die Querflöte in C. Sie wird auch große Flöte genannt und ist ca. 60cm lang. Daneben ist auch die Piccoloflöte im Einsatz (kleinste Querflöte).

Erlernen kann man die Querflöte bereits im Alter von ca. 6 Jahren, abhänig von den körperlichen Gegebenheiten. Wenn die Arme noch zu kurz sind, so erleichtern Querflöten mit gebogenenm Mundstück das Spielen.

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Die Oboe

Sie ist das älteste der Rohrblattinstrumente und zwar genauer ausgedrückt, der Doppelrohrblattinstrumente. Wie der Name schon sagt, entsteht der Ton bei dieser Art Instrumenten dadurch, dass zwei schilfartige Rohrblätter gegeneinander schwingen, wenn sie angeblasen werden.
Auf den ersten Blick sieht die Oboe der Klarinette ähnlich, denn beide Instrumente sind aus schwarzem Holz gefertigt und haben viele silberne Klappen, aber durch die unterschiedlichen Mundstücke klingen sie ganz verschieden. Die Oboe ist etwas kleiner und hat einen helleren Ton.
Mit der Oboe kann man sowohl allein als auch in kleinen Kammermusikgruppen und natürlich in großen Orchestern spielen; dort ist man mit diesem Instrument meistens besonders willkommen, weil es eher selten vorkommt.Noch seltener kommt das zur Familie der Oboen gehörende Englisch-Horn vor, das einen etwas dunkleren und wärmeren Klang hat.

Starten kann man mit dem Unterricht auf der Oboe in der Regel mit 9 oder 10 Jahren.

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Das Fagott

Das Bassinstrument der Holzbläser war schon bei Johann Sebastian Bach im Barock ein wichtiges Generalbassinstrument. Es gehört wie die Oboe zu der Familie der Doppelrohrblattinstrumente.
Weil das Fagott recht groß und lang ist, sitzt das Doppelrohrblättchen auf einem Anblasröhrchen aus Metall, das die schwingende Luft dann erst in das meist aus Ahorn gefertigte Holzrohr befördert. Dieses Anblasröhrchen heißt auch Flügel, weil es genauso aus dem Holzrohr heraussteht.
Die Literatur für das Fagott ist sehr umfassend. Es taucht in allen klassischen Musikstilen auf. auch bei "Peter und der Wolf" fehlt es nicht und charakterisiert hier den trägen Großvater. Doch so träge ist das Fagott gar nicht. Nicht nur Mozart hat das Fagott als Konzertinstrument verwendet. In der Romantik und der Neuen Musik findet der Klang des Fagotts fast überall Verwendung. Es ist wie die Oboe ein sehr gefragtes Instrument.
Zusammen mit dem Waldhorn bilden die vier Holzbläser Querflöte, Oboe, Klarinette und Fagott das klassische Holzbläserquintett, für das sehr viel Literatur komponiert wurde. Doch auch mit der Flöte, der Oboe oder Klarinette im Trio ist das Fagott immer dabei.

Erlernen kann man das Fagott wegen seiner Grösse erst etwa ab dem 11 - 12 Lebensjahr.

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Die Klarinette

Der Nürnberger Instrumentenbauer Johann Christoph Denner hat die Klarinette um 1700 erfunden. Doch erst ca. 100 Jahre später um 1800 sah die Klarinette so aus, wie wir sie heute kennen. Dieses aus Grenadillholz gebaute Rohrblattinstrument hat nur ein schilfartiges Blatt, das mit Luft zum Schwingen gebracht werden muß, um Töne zu erzeugen.
Die Klappenzahl erhöhte sich von 2 Klappen (18. Jhdt.) allmählich auf 13. Seit 1839 wird der von Th. Boehm für die Querflöte erfundene Klappenmechanismus auch für die Klarinette verwendet. Parallel dazu setzte sich in Deutschland nach 1900 das System nach O. Oehlers mit 22 Klappen und 5 Ringen durch.
Die Klarinette stellt mit ihrem etwas dunkleren Ton in "Peter und der Wolf" die auf Samtpfoten schleichende Katze dar.
Zur Familie der Klarinetten gehören unter anderen die Es-Klarinette, die A-Klarinette, die Bass- und Kontrabassklarinette, sowie das Bassetthorn. Unterschiedlich ist die Länge des Rohres, bei der Es-Klarinette 45 cm, bei der Kontrabassklarinette etwa 3 Meter. Doch die gebräuchlichste B-Klarinette ist nur ungefähr 67 cm lang.
Verwendung findet die Klarinette in vielen Musikrichtungen und -stilen. Von der Klassik mit Mozarts berühmtem Klarinettenkonzert, über die Romantik in allen großen Orchesterwerken, bis in die Moderne, taucht die Klarinette in der Kammermusik, der Blasmusik, der Folklore und auch im Jazz auf.

Auch bei der Klarinette ist die Körpergröße entscheidend, wann der Unterricht beginnen kann. Meistens ist dies ab 8 oder 9 Jahren.

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Das Saxophon

Das jüngste Holzblasinstrument ist das Saxophon und ist in vier Arten verbreitet, die sich in Grundstimmung und Klang unterscheiden: Das Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon. Das mit der Klarinette verwandte Saxophon ist ein vom französischen Instrumentenbauer A. J. Sax 1841 konstruiertes Blasinstrument mit einfachem Rohrblatt, parabolischem Rohrverlauf und weiter Mensur.
Das Saxophon wurde zunächst in der Militärmusik verwendet und gelangte auch ins Orchester. Am meisten verbreitet ist das Saxophon im Jazz, wo es aus der Bigband oder dem Jazzorchester nicht wegzudenken ist. Doch auch in der Klassik wird das Saxophon in großen romantischen Sinfonien (z. b. bei Gustav Mahler) eingesetzt.

Beginnen kann man das Saxophonspiel etwa im Alter von 10 Jahren, dann meinst auf dem etwas kleineren Alt - Saxophon.
Da die Anblastechnik beim Saxophon ist sehr ähnlich wie bei der Klarinette ist kann sie dem Erlernen des Saxophons vorweggehen. Der Übergang zum Saxophon ist dann nicht so schwierig. Besonders zu empfehlen ist dies, wenn ein junger Schüler das Saxophonspiel erlernen möchte, aber noch zu klein ist.

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Die Trompete

Auch die Königin der Instrumente genannt, wurde früher immer dann gespielt, wenn Gott gepriesen wurde. Sie gilt dem Namen nach als eines der ältesten Musikinstrumente und wurde schon im alten Testament erwähnt, auch wenn ihr äußeres Erscheinungsbild zu dieser Zeit ein anderes gewesen sein muß, eher einer Fanfare gleich.
Trompetenartige Instrumente traten schon in der Antike auf. Spätestens seit dem 13. Jahrhundert war in Europa die Busine verbreitet, eine Trompete mit gestrecktem Rohr aus Arabien stammend. Anfangs waren nur Naturtöne möglich, später wurden verschiedene Techniken zur Veränderung der Töne verwendet (Zugtrompete, Stopftrompete, Klappentrompete). Erst um 1820 erhielt die Trompete Ventile und wurde somit voll melodiefähig. Die Trompete (französisch) ist ein Blechblasinstrument, das im Gegensatz zum Flügelhorn eng mensuriert ist. Die Röhre verläuft anfangs zylindrisch, dann konisch und endet in einem mittelbreit ausladenden "Becher". Bei den 3 Ventilen handelt es sich für gewöhnlich um Zylinderventile. Ausser bei enger mensurierten Jazz-Trompeten und Trompeten amerikanischer und französischer Orchester sind Pump- (Perinet-) Ventile üblich. Standardinstrument ist die Trompete in B-Stimmung.
Die Piccolo-Trompete und das Flügelhorn sind Sonderinstrumente, die ähnlich der Trompete gebaut sind und gespielt werden, deshalb zur Familie der Trompeten gehören und wie die normale Trompete gespielt werden.

Erlernen kann man das Trometenspiel etwa im Alter von 9 - 10 Jahren.

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Das Flügelhorn

Ist das Sopraninstrument der Bügelhornfamilie. In der Form ähnlich der Trompete, jedoch weiter mensuriert und stärker konisch verlaufend. Wegen seines weichen, etwas glanzlosen Tones wird das Flügelhorn hauptsächlich in Blasorchestern verwendet.

Wie bei der Trompete kann man das Flügelhornspiel etwa im Alter von 9 - 10 Jahren erlernen.

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Das Horn oder Waldhorn

Vielen bekannt durch die Vorläufer, die Familie der Jagdhörner, ist stimmlich gesehen das Alt-Instrument der Blechbläser. Es ist mindestens doppelt so lang wie die Trompete und rund aufgewickelt. Im Gegensatz zur Trompete greift hier normalerweise die linke Hand die 3 oder 4 Ventile und die rechte Hand hält das Instrument im Schallbecher. Es gehört zur Gruppe der Blechblasinstrumente mit kreisförmig gewundenem, stark konischem Rohr, trichterförmigem Mundstück, ausladendem Becher. Heute wird hauptsächlich das Doppelhorn B/F oder das Horn in F verwendet. Das Doppelhorn hat zusätzlich ein Umschaltventil zum Verändern der Grundstimmung.
Der Einsatz des Horn ist meist in der klassischen Musik zu finden, erst langsam setzt sich auch eine Anwendung in der Jazz-Musik durch. In der Blasmusik gewinnt es wegen seinem unverwechselbaren Klang immer mehr an Bedeutung.

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Das Bariton / Tenorhorn

Die Sonderinstrumente im Tenor sind das Tenorhorn und das Bariton. Es ist ein zur Bügelhornfamilie gehörendes Blechblasinstrument mit weiter Mensur (auch Euphonium genannt). Wird hauptsächlich in ovaler Form mit seitlichem Trichter oder in Tubaform mit aufrechtem Trichter gebaut. Das Instrument hat 3-4 Ventile, hat einen weichen, voll klingenden Ton und ist von der Blasmusik nicht wegzudenken.

Das Bariton / Tenorhorn erlernt man ab einem Alter von 9 oder 10 Jahren je nach körperlicher Statur.

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Die Posaune

Das einzige Blechblasinstrument ohne Ventile ist stimmlich das Tenorinstrument der Blechbläser. Hervorgegangen aus der Zugtrompete werden hier die 7 verschiedenen Ventilstellungen durch 7 verschiedene Zugstellung ersetzt. Die Mensur ist eng, das Rohr verläuft überwiegend zylindrisch und erweitert sich erst zum Schallstück hin. Der bewegliche Außenzug ermöglicht dem Spieler eine gleitende Veränderung der Tonhöhe (glissando). Gebräuchlich ist heute meistens die Tenorposaune in B mit Quartventil zum Verändern der Stimmung auf F.
In der Volksmusik und teilweise noch in der Blasmusik wird auch die Ventilposaune mit 3-4 Ventilen anstelle des Zuges verwendet. Sind bei der Trompete und dem Waldhorn die Mundstücke fast gleich klein, so besitzt die Posaune doch ein erheblich größeres Mundstück. Durch die wesentlich breiter schwingende Lippe ist hier bei ungefähr gleicher Rohrlänge wie beim Horn ein dunklerer und tieferer Ternortonumfang möglich.

Die Posaune wird mit der linken Hand gehalten und die rechte Hand zieht den Zug. Dabei ist es notwendig, dass der Schüler so groß ist, um mit dem rechten Arm die 7 Zugstellungen zu erreichen (meist erst im Alter von 10 oder 11 Jahren).

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Die Tuba

Das Bassinstrument der Blechbläser wird schon im Alten Rom erwähnt, jedoch ist hierbei nicht ganz klar, ob nicht doch die Trompete gemeint ist, da tuba (lat.) "die Trompete mit tiefem Ton" heißt. Das mehrfach oval gewundene Rohr verläuft zunächst konisch, dann zylindrisch und schließlich wieder stark konisch. Die wenig ausladende Schllbecher steht in Spielhaltung nach oben. Die Tuba wird in verschiedenen Grundstimmungen (B, F, C) mit 3 bis 5 Ventilen hergestellt. Bei der Tuba stellt man sich immer den starken Musiker vor, der in der Lage ist, das Instrument zu tragen, doch im sinfonischen und kammermusikalischen Bereich kann jeder das Tubaspiel erlernen und die Bassstimme übernehmen. Wie wichtig die Tuba im Bläsersatz ist, wie der Bass im Chor, merkt man erst, wenn sie nicht mehr besetzt ist.
Auch bei der Familie der Tuben gibt es kleine und große Instrumente. Die kleinste ist die kleine F-Tuba, die größte die Kontrabasstuba, auch Kaiserbass genannt. Die Tuba wird in allen Musikrichtungen benötigt, von den großen romantischen, sinfonischen Werken über Oper bis Blasmusik, Jazz und Pop.

Tuba kann derjenige lernen, der so groß ist, dass er sitzend an das Mundstück heranreicht.

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Schlaginstrumente

(Perkussionsinstrumente), Musikinstrumente, bei denen der Ton durch Anschlagen erzeugt wird. Sie zählen zu den ältesten Instrumenten der Menschheit. Viele Schlaginstrumente sind ursprünglich afrikanischer oder lateinamerikanischer Herkunft (Claves, Maracas, Congas, Agogo). Ihre Hauptaufgabe besteht im Hervorbringen von Rhythmus. Daneben werden sie aber auch zum Erzeugen von Geräuschen, Melodien und besonderen Klangfarben verwendet. Unter der großen Gruppe der in Idiophone (Selbstklinger, z. B. Kastagnetten), Membranophone (Fellinstrumente, z. B. Trommel) und Chordophone (Saiteninstrumente; z. B. Hackbrett) eingeteilten Schlaginstrumente werden solche mit bestimmter (z. B. Pauke und Xylophon) und unbestimmter Tonhöhe (z. B. kleine Trommel) unterschieden. Das Schlagzeug stellt eine Kombination verschiedener Schlaginstrumente dar; neben der Standardausrüstung im Jazz (große Trommel, kleine Trommel, Hi-Hat, Becken und Tom-Toms) wurde es in der Rock- und Popmusik umfangreich erweitert. In der Neuen Musik wurden zahlreiche Kompositionen für Schlagzeug geschrieben (siehe Iannis Xenakis). Aufgrund der Art der Tonerzeugung zählt auch das Klavier zu den Schlaginstrumenten.

Beginnen kann man mit Schlagzeugunterricht schon im Alter von 7 - 8 Jahren.

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Das Klavier

Klavier, Instrument mit einer Tastatur, die vom Cembalo und vom Clavichord stammt. Die Hämmer und Saiten wurden vom Hackbrett übernommen. Das Klavier unterscheidet sich von seinen Vorgängern grundsätzlich durch seine Hammermechanik, die es dem Spieler erlaubt, durch stärkeres oder schwächeres Betätigen der Tasten laut und leise zu spielen. Aus diesem Grund wurde das früheste bekannte Modell aus dem Jahre 1709 gravicembalo col pian e forte (italienisch für „Cembalo mit leise und laut”) genannt. Erbaut wurde es von Bartolomeo Cristofori, einem florentinischen Cembalobauer, der generell als Erfinder des Klaviers genannt wird. Zwei seiner Klaviere existieren heute noch: Das Gehäuse des einen, im Jahr 1720 gebaut, steht im Metropolitan Museum of Art in New York, das andere, 1726 geschaffen, ist in einem Museum in Leipzig zu besichtigen.

Um 1725 übernahm der deutsche Orgelbauer Gottfried Silbermann aus Freiberg die Mechanik Cristoforis. Die nächsten bedeutenden Entwicklungen vollzogen sich ebenfalls in Deutschland. Den vielleicht wichtigsten Beitrag leistete der Augsburger Johann Andreas Stein, der die lange Zeit gebräuchliche deutsche Prellzungenmechanik mit Auslösung entwickelte. Seine Instrumente wurden vor allem von Mozart als die besten seiner Zeit geschätzt. Eine Reihe deutscher Instrumentenbauer wanderten um 1760 nach London aus und begründeten dort die Englische Schule, in der man sich unter John Broadwood und anderen der Fertigung von größeren Klavieren, die den heutigen Modellen ähnelten, zuwandte. Der Franzose Sébastien Érard gründete in den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts die Französische Schule und erfand 1823 die Repetitionsmechanik mit doppelter Auslösung, die auch heute noch üblich ist. Zu dieser Zeit arbeiteten Instrumentenbauer in vielen europäischen Ländern daran, die Mechanik des Klaviers zu vollenden. Deutschland und die USA haben sich lange Zeit durch ihre hervorragenden Klaviere ausgezeichnet. Besonders bedeutend sind die Modelle des deutschen Herstellers Bechstein und der amerikanischen Firmen Steinway und Chickering. Einen genauso guten Ruf genießen die Klaviere des österreichischen Herstellers Bösendorfer.

Der Tonumfang des frühen Klaviers betrug, wie der des Cembalos, nur vier, höchstens fünf Oktaven. Mit den zahlreichen Verbesserungen jedoch wurden Saitenspannungen von mehreren Tonnen möglich, was im Laufe der Zeit zur Erhöhung des Tonumfangs auf mehr als sieben Oktaven führte. Ein Bösendorfer-Modell besitzt einen Tonumfang von acht Oktaven. Die beiden heute hergestellten Hauptformen sind der Flügel mit einem waagrechten, auf Beinen ruhenden Gehäuse und das Piano mit einem senkrechten Saitenbezug.

Die Bauweise der heutigen Klaviere, die aus sechs Grundbausteinen bestehen, sei im folgenden am Beispiel eines Flügels näher erläutert (die in Klammern stehenden Ziffern verweisen auf die entsprechenden Teile in der nebenstehenden Illustration): (1) Der Rahmen besteht in der Regel aus Gusseisen. Am hinteren Teil befinden sich die Anhangstifte, in die die Saiten eingehängt werden. Von dort laufen die Saiten zu den in den Stimmstock eingepassten Stimmwirbeln im Vorderteil. Durch Drehen dieser Stimmwirbel wird die Saitenspannung reguliert und der Flügel gestimmt. (2) Der Resonanzboden wird aus einer Reihe längsfaseriger Fichtenholzspäne gefertigt. Beim Flügel beträgt die Dicke im Bereich der Basssaiten etwa acht Millimeter, im Bereich der hohen Tonlagen etwa zehn Millimeter. Beim Piano ist die Dicke etwas geringer. (3) Die Saiten bestehen aus speziellem Saitenstahldraht. Sie sind in den tiefen Lagen länger und zusätzlich mit Kupferdraht umsponnen. In den hohen Lagen findet sich ein dreichöriger Bezug, d. h., es gehören zu jedem Ton drei Saiten. (4) Die Mechanik (siehe Arbeitsweise der Mechanik weiter unten) besteht aus der Tastatur und den übrigen mechanischen Teilen. Bei der Tastatur (Klaviatur) sind die Tasten, die den Grundtönen entsprechen, aus Elfenbein oder Kunststoff hergestellt. Als Material für die Tasten, die den chromatischen Tönen entsprechen, wird Ebenholz oder ebenfalls Kunststoff verwendet. (5) Über die Pedale kann der Klang des Klaviers geändert werden. Das rechte Pedal (das „laute” Pedal) hebt beim Flügel alle Dämpfer gleichzeitig auf. Die angeschlagenen Saiten schwingen dann weiter, auch wenn die Tasten losgelassen werden. Das linke Pedal (das „leise” Pedal) rückt beim Piano die Hämmer näher an die Saiten heran, so dass die Schlagdistanz um die Hälfte verringert wird. Beim Flügel werden alle Hämmer ein wenig verschoben, so dass von den chörigen Saiten eine weniger berührt wird. Heute seltener anzutreffen ist das dritte Pedal, mit dem die Dämpfer selektiv angehoben werden können. (6) Je nach Form des Gehäuses werden Klaviere in Flügel und Pianos unterschieden. Für den Hausgebrauch wurde der Flügel fast vollständig vom Piano verdrängt, das weit weniger Platz einnimmt. Flügel werden in verschiedenen Größen gefertigt, vom Konzertflügel mit 2,69 Meter Länge bis zum Kleinflügel mit weniger als 1,45 Meter Länge.

Zu den Pianos gehört das Pianino des späten 19. Jahrhunderts, das in etwas größerer Form als Konzertpianino verwendet wird. In einem Piano verlaufen die Saiten senkrecht oder diagonal von oben nach unten. Bei Pianos sind die Saiten in der Regel über Kreuz gespannt, d. h., die Basssaiten sind schräg über die kürzeren Saiten der oberen Tonlagen gespannt. Diese Anordnung spart Platz und sorgt dafür, dass die Spannung gleichmäßig über den Rahmen verteilt ist: Die Gesamtspannung der Saiten kann bei einem Konzertflügel bis zu 30 Tonnen, bei einem Piano rund 14 Tonnen betragen.

Im 18. und 19. Jahrhundert spielten Komponisten wie Mozart, Beethoven, Chopin und Liszt ihre eigenen Kompositionen. Die bekannte deutsche Pianistin Clara Schumann trug die Werke ihres Mannes Robert Schumann vor. Das Ende des 19. Jahrhunderts wurde vom russischen Komponisten und Interpreten Anton Rubinstein dominiert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befanden sich zahlreiche Künstler auf Konzertreisen durch Westeuropa und die USA, unter ihnen der Pole Ignacy Paderewski und die polnisch-amerikanischen Pianisten Josef Hofmann und Arthur Rubinstein. Zwischen den beiden Weltkriegen waren der russisch-amerikanische Komponist und Pianist Sergej Rachmaninow, der österreichisch-amerikanische Artur Schnabel, der Deutsche Walter Gieseking und der Brasilianer Guiomar Novaes berühmte Konzertpianisten. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges traten russische Pianisten wieder öfter in den USA auf, darunter Emil Gilels und Swjatoslaw Richter. Beliebte Interpreten sind außerdem der Chilene Claudio Arrau, Rudolf Serkin, ein in Tschechien geborener amerikanischer Pianist und Lehrer, der russisch-amerikanische Pianist Wladimir Horowitz und die Spanierin Alicia de Larrocha. Weitere herausragende Pianisten sind der österreichisch-englische Interpret Alfred Brendel, der Kanadier Glenn Gould, dessen Bach-Interpretationen große Beachtung fanden, sowie die Amerikaner Van Cliburn und Murray Perahia. Die technische Perfektion der Pianisten hat heute einen nie gekannten Grad erreicht.

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Die Gitarre

Musikinstrument der Lautenfamilie mit flachem, achtförmigem Korpus, rundem Schalloch und einem Hals mit Bünden, über den sechs Saiten laufen. Die Saiten sind am Ende des Halses an Wirbelschrauben befestigt, am anderen Ende an einem Querriegel, der auf den Klangkörper aufgeleimt ist. Die drei oberen Saiten bestehen in der Regel aus Darm oder Nylon, die unteren aus Metall. Der Spieler drückt mit den Fingern der linken Hand die Saiten auf bestimmte Bünde, um die gewünschten Tonhöhen zu erzeugen, mit den Fingern der rechten Hand zupft er die Saiten. Bei manchen Gitarren mit Metallsaiten werden die Saiten mit einem kleinen, flachen Plektrum angerissen.

Gitarrenähnliche Instrumente gibt es seit der Antike, die Gitarre selbst wird jedoch erst im 14. Jahrhundert schriftlich erwähnt. In ihrer frühesten Form hatte sie drei Saitenpaare oder Chöre und eine Einzelsaite, die höchste Saite. Die Gitarre stammt vermutlich aus Spanien, wo sie im 16. Jahrhundert das volkstümliche Gegenstück zur Vihuela des Adels darstellte, einem Instrument ähnlicher Gestalt und Herkunft mit sechs Chören. Im 16. und 17. Jahrhundert fand die Gitarre in anderen europäischen Ländern Verbreitung. Im 16. Jahrhundert wurde ein fünftes Saitenpaar unterhalb der vorhandenen vier hinzugefügt. Mitte des 18. Jahrhunderts erhielt die Gitarre ihre heutige Form. Aus den Saitenpaaren wurden Einzelsaiten, und eine sechste Saite wurde hinzugefügt. Im 19. Jahrhundert verbreiterten die Gitarrenbauer den Korpus, verstärkten die Einbuchtung, machten den Körper der Gitarre zugleich flacher und änderten die Verstrebung im Korpus. Die ursprünglich aus Holz gefertigten Wirbelschrauben wurden durch ein modernes Metallschraubwerk ersetzt.

In Spanien und Lateinamerika werden Gitarren aller Tonlagen von Kontrabass bis Diskant gespielt. Die zwölfsaitige Gitarre hat sechs Saitenpaare in der üblichen Stimmung. Die Hawaiigitarre liegt auf den Knien des Spielers, der die Metallsaiten mit quer über den Gitarrenhals gehaltenen Metallstäben verkürzt. Die Saiten sind in der Regel auf einen bestimmten Akkord abgestimmt. Die Elektrogitarre wurde in den dreißiger Jahren in den USA für die Schlagermusik entwickelt und hat einen massiven, nicht klingenden Korpus. Ihr Klang wird sowohl elektronisch verstärkt als auch manipuliert. Ihr Erfinder, der amerikanische Musiker Les Paul, entwickelte Prototypen und machte das Instrument ab Beginn der vierziger Jahre populär. In der klassischen Musik erlebte die Gitarre vor allem durch das Schaffen des spanischen Komponisten Tarrega und des spanischen Gitarrenvirtuosen Andrés Segovia eine künstlerische Wiederbelebung.

Das Einstiegsalter für Gitarre liegt bei 6 - 7 Jahren.

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