Am Bild des Baumes lässt sich unser Konzept der musikalischen Ausbildung sehr anschaulich erklären. Sie beginnt in den Wurzeln, bildet einen Stamm, verzweigt sich und trifft sich letztlich in der Krone.
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gelangen Sie zur ausführlichen Erklärung.

Hier finden Sie interessantes auch zum Üben und zum Thema Lampenfieber
Die Musikalische Früherziehung
Bereits im Alter von vier bis sechs Jahren bieten wir Kindern die Möglichkeit,
das Abenteuerland Musik auf spielerische Art und Weise zu betreten. In den
ersten Lebensjahren entwickeln Kinder die elementaren Fähigkeiten. Sie
bilden ihren Bewegungsapparat aus, lernen den Umgang mit Gegenständen,
lernen Sprache verstehen und selbst sprechen. Die Sinne sind dabei ihr wichtigstes
Werkzeug. Was sie in erster Linie sehend und hörend erfahren, wird ständig
imitiert und in eigene Erfahrung umgewandelt. Was aber bietet ihr tägliches
Umfeld ihren Ohren? Zivilisationsbedingter Lärm und kontinuierliche Musikberieselung
verleiten
eher zum Weghören. Durch sprechen und singen, Musik
und Bewegung, Musikhören und Elementares Instrumentalspiel
machen Kinder bei unserer musikalischen Früherziehung positive Erfahrungenmit
Klängen und Geräuschen. Durch bewusstes Hinhören und ausprobieren
gewinnen sie positive Eindrücke und lernen diese mit musikalischen Grundlagen
zu verbinden. Dabei geht es nicht darum, ihnen eine möglichst
große Menge an musikalischer Bildung zu vermitteln. Die Konzeption dieses
Kurses basiert auf den Bedürfnissen von Kindern in diesem Alter und richtet
sich nach der individuellen Entwicklung, fördert den Bewegungsdrang der
Kinder, die Neugierde an neuem und am eigenen Körper, die Spiellust,
die Phantasie und die Kreativität. Die Kurse dauern üblicherweise
zwei Jahre und finden in Gruppen von fünf bis zehn Kindern statt. Seit
dem Schuljahr 2002 bieten wir die Musikalische Früherziehung auch im
Kindergarten an.
Der Blockflötenunterricht schließt sich nahtlos an die musikalische
Früherziehung an. Aufgrund ihrer Größe und den relativ niedrigen
Anschaffungskosten eignet sich die Blockflöte sehr gut als Erstinstrument.
Da der
Ton durch blasen erzeugt wird, ist sie ideal als Grundlage zum Erlernen eines
Blasinstruments. Spielerisch und in Gruppen werden die Kinder in die Grundlagen
der Notenschrift und der musikalischen Symbole eingeführt. Durch das
Zusammenwirken und die Koordination von Augen, Zunge, Finger und Atmung lernen
sie Schritt für Schritt, gelesene Noten in Töne und Musik umzusetzen.
So entsteht die Basis für gemeinsames musizieren, das beim Blockflötenunterricht
bereits praktiziert wird. Je nach Wahlinstrument und Fortschritt dauert der
Blockflötenunterricht ein bis drei Jahre. Seit dem Schuljahr 2002 bieten
wir die Blockflötenausbildung auch in Kooperation mit der Grund- und
Hauptschule Unlingen in der 5. Klasse im Schulunterricht an.
In der Regel nach zwei Jahren Blockflötenunterricht entscheiden sich
die Kinder zum Erlernen eines weiteren Instruments. Im Einzel - oder Gruppenunterricht
bieten fachlich ausgebildete Lehrkräfte eine intensive
musikalische Ausbildung, sowohl theoretisch als auch praktisch. Besondere
Begabungen werden gezielt gefördert und ausgebaut. Der Instrumentalunterricht
ist das Zentrum unserer musikalischen Ausbildung und
dauert in der Regel fünf bis ... Jahre, je nach Wunsch des Schülers.
Ergänzend zum Instrumentalunterricht vermitteln wir nach eineinhalb
bis zwei Jahren im Vororchester den Kindern die ersten Einblicke ins gemeinschaftliche
Spielen im Blasorchester. Mit sehr leichter Literatur
werden sie auf das Zusammenspiel mit anderen Instrumentengruppen sensibilisiert.
Sie lernen, auf einander zu hören und sich mit ihrem Instrument in den
Gesamtklang eines Orchesters einzufügen. Der Dirigent erarbeitet mit
den Kindern Musikstücke, die bei verschiedenen Gelegenheiten auch zur
Aufführung kommen. Damit wollen wir sie an das Auftreten vor Publikum
gewöhnen. Dass Musik mit Gemeinschaft verbunden
ist, spielt eine große Rolle. So bildet das Vororchester eine erste
Form unserer Vereinsgemeinschaft.
Für Kinder, die einen bestimmten Leistungsstand erreicht haben, bietet
der Blasmusikkreisverband Biberach fünftägige Kurse zur Vertiefung
und Weiterführung der musikalischen Ausbildung an. In den Stufen D1,
D2 und D3 bietet sich den Schülern die Möglichkeit, das bisher Gelernte,
von einer unabhängigen Lehrkraft begutachten und beurteilen zu lassen.
Die Kinder werden praktisch vom Fachlehrer im Instrumentalunterricht
und theoretisch in speziellen Vorkursen vorbereitet. Da die Kurse kreisweit
organisiert sind, ergeben sich während der Kurswoche und beim gemeinsamen
Abschluss oft Kontakte zu Jugendlichen anderer Vereine
des Blasmusikkreisverbands Biberach und darüber hinaus.
Da das saubere Zusammenspiel von fundamentaler Bedeutung für gemeinsames Musizieren ist, bilden wir mit den Schülern verschiedene Ensembles. Jeder Einzelne übernimmt die volle Verantwortung für seine Stimme und bringt diese ins Zusammenspiel ein. Die Fähigkeit sensibel auf die Mitspieler zu hören wird dabei in besonderer Weise geschult. Genauigkeit und Präzision sind unabdingbar. Im Unterschied zum Blasorchester liegt die Interpretation eines Musikstücks allein in der Hand der Gruppe. Regelmäßig nehmen diese Ensembles an Jugendkritikspielen teil. Die Auftrittssituation und das Zurechtkommen mit Lampenfieber stellen eine eigene Herausforderung dar. Daneben bieten wir ihnen auch bei Vorspieltagen und am Jugendkonzert die Gelegenheit, ihr Können vorzubringen.
Wer über die Anforderungen des Vororchesters hinauswächst wird, in der Regel nach etwa zwei Jahren, ins Jugendblasorchester aufgenommen. Unter der Leitung eines Dirigenten wird anspruchsvolle Literatur erarbeitet und fortgeführt, was im Vororchester begonnen wurde. Beim Spiel im Orchester, im Register oder bei Solopassagen kommt das im Instrumentalunterricht und Vororchester gelernte zur Anwendung. Das musikalische Niveau ist deutlich höher als im Vororchester, um den Übergang ins Blasorchester zu erleichtern. Regelmäßig nimmt das Jugendblasorchester an Jugendwertungsspielen teil, um den Leistungsstand von einer Jury bewerten zu lassen. Im musikalischen Jahresreigen bieten sich mehrere Auftrittsmöglichkeiten. An erster Stelle steht das das Konzert Unsere Jugend musiziert im Frühjahr, das hauptsächlich vom Jugendblasorchester gestaltet wird. In gemeinschaftlichem Sinn übernehmen die Mitglieder des Jugendblasorchesters auch Aufgaben im organisatorischen Bereich bei der Vorbereitung von Konzerten oder aus dem allgemeinen Vereinsleben.
Die Aufnahme ins Blasorchester
Je nach erreichtem Leistungsniveau und Bedarf im jeweiligen Register werden die Jungmusiker
ins Blasorchester aufgenommen. Parallel spielen sie bis zum 21. Lebensjahr
auch im Jugendblasorchester, um dieses auf einem guten Niveau
zu halten.
Fortgeschrittene Musikerinnen und Musiker haben bei der Leitung eines Ensembles
die Möglichkeit, ihr Gelerntes an jüngere weiterzugeben, musikalische
Ideen umzusetzen und dabei selbst Fortschritte zu machen.
Dabei kann die Zusammensetzung eines Ensembles sehr verschieden sein. Exotische
Besetzungen haben ihren ganz eigenen Reiz und Klang und verdeutlichen die
vielfältigen Möglichkeiten der Musik.
Das Erlernen eines Zweitinstruments
Nicht selten kommt es vor, dass bereits erfahrene Musikerinnen und Musiker
sich auf das Erlernen eines Zweitinstruments einlassen. Vor allem wenn Engpässe
in manchen Registern auftreten ist dies eine gute Möglichkeit der musikalischen
Fortbildung und erhöht die Flexibilität der Besetzung.
Wer die musikalische Ausbildung innerhalb des Vereins beendet hat, dem steht
ein umfangreiches Fortbildungsangebot zur Verfügung. Einerseits von Seiten
des Blasmusikverbandes, in den C- und B-Lehrgängen.
Diese sind aufeinander aufbauend mit folgenden Ausbildungszielen:
C1 ( Registerführer )
C2 ( Ausbilder im Musikverein )
C3 ( Dirigent )
Die B- Lehrgänge dienen zur Fortbildung der Dirigenten. Andererseits
gibt es ein reichhaltiges Angebot an Workshops und Kursen zu den verschiedensten
Themen rund ums Instrument und die Musik, angeboten von Musikhäusern,
Verbänden oder anderen Institutionen. Auch im nichtmusikalischen
Bereich stehen sowohl persönlichkeitsfördernde Seminare und Fortbildungen
z.B. für Vorstände und Vereinsfunktionäre als auch
Seminare zu Fachthemen wie Kassenverwaltung oder Vereinssteuerrecht, ect.
zur Verfügung.
Als Überfachlich bezeichnen wir all die Aktionen die nicht in erster
Linie zur musikalischen Ausbildung sondern zur Stärkung des Gemeinschafts-
und Zusammengehörigkeitsgefühls dienen. Fest etabliert im Jahresablauf
hat sich unsere Jugendfreizeit. Meist im Herbst fahren wir zusammen mit den
Musikschülern auf eine Hütte, um völlig ohne Leistungsdruck
miteinander zu musizieren, zu wandern, zu spielen, ect. kurz,
um miteinander Spaß zu haben. Nach erfolgreich bestrittenen Auftritten
kann es auch mal spontan einen Grillabend oder ein kleines Fest geben. Es
gibt jedes Jahr eine gemeinsame Weihnachtsfeier und einen Ausflugstag.
Jährliche und spezielle Veranstaltungen bieten unseren Jungmusikern
und Jungmusikerinnen die Möglichkeit das Gelernte vor Publikum aufzuführen.
Der Höhepunkt ist das Konzert Unsere Jugend musiziert an
Fronleichnam. Seit 1993 hat sich diese Veranstaltung als eigenständiges
Konzert etabliert. Seit 2001 wird als weiterer Höhepunkt im Advent eine
Besinnliche Feierstunde in der Unlinger Pfarrkirche gestaltet.
Daneben steht die regelmäßige Teilnahme an Jugendwertungsspielen
und Wettbewerben. Jedes Jahr im Herbst findet ein Vorspielnachmittag der Bläser
statt, sowie im Frühjahr ein Vorspiel der Klavierschüler mit
den Teilnehmern der D- und C-Lehrgängen. Neben diesen speziellen
Veranstaltungen beteiligen sich unsere Jugendlichen auch an Veranstaltungen
des Vereins- und Gemeindelebens. Dazu gehören der Auftritt
am Annafest, das Spiel an Weihnachten, am Altennachmittag sowie an diversen
zusätzlichen weltlichen und kirchlichen Anlässen.
Deutlich voneinander zu unterscheiden sind der Wunsch, ein Instrument zu erlernen, und die Bereitschaft zu Üben. Je kleiner die Kinder sind, desto weniger steht beides im Zusammenhang. Die Bereitschaft zum Üben ist eine Vernunftsentscheidung, die bei den kleinen Kindern nicht vorausgesetzt werden kann. Aus diesem Grunde ist das "Üben-Lernen" für Kinder ein Prozeß, der ähnlich lange dauert wie das "Instrument-Lernen".
"Nur wer sich beständig übt in diesem Spiel..." heißt es schon im Volkslied. Und auch heute gilt: Den besten Erfolg verspricht tägliches Üben. Fünfzehn Minuten am Tag sind mehr als fünf Stunden am Wochenende!
Acht "Goldene Überegeln"
Wie können die Eltern helfen?
Sie können Zuhause für einen Rahmen sorgen, in dem sich das Musizieren und Üben nur wenig vom normalen Spielen unterscheidet. Haben Sie selbst Spaß am Musizieren, fällt den Kindern das Üben leichter.Nehmen Sie die Leistungen Ihrer Kinder ernst! Durch wohlwollende Kritik und Anerkennung helfen Sie Ihren Kindern mehr als durch Druck und ständige Kontrolle. Suchen Sie von Anfang an das Gespräch mit dem Lehrer Ihres Kindes. Eine sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrer kann helfen, die Probleme Ihrer Kinder zu verstehen.
Viele Menschen, die mit irgendeiner Sache vor ein Publikum treten, egal ob
Musiker, Schauspieler oder Nachrichtensprecher, egal ob Männer oder Frauen,
Jungen oder Mädchen, leiden unter einer störenden Nervosität
während des Auftritts. Von anderen meist unbemerkt, äußert
sich dies für die Betroffenen in mangelnder Konzentration, Schweißausbrüchen,
Herzrasen, kalten und zittrigen Händen, Verspannungen im Nacken, weichen
Knien und Bauchschmerzen. Niemand wird bestreiten wollen, dass der oben beschriebene
Zustand krankhaft ist, und dass jemand, der dies so erlebt, nichts sehnlicher
wünscht, als dieses Übel endlich abzustellen. Ob man das Problem
wohl auf medizinischem Wege lösen kann ?
Einige gehen zum Arzt und lassen sich "Beta-Blocker" verschreiben,
die u.a. für Patienten mit Herzfehlern oder Panikanfällen gedacht
sind. Sie greifen in die Funktion der Nerven ein und verhindern sehr kurzfristig
die Wirkung des Stress-Hormons Adrenalin. Ursprünglich soll das Adrenalin
dazu dienen, im Falle einer Flucht alle verfügbaren Reserven an Körperenergie
blitzschnell verfügbar zu machen, heute jedoch ist diese Funktion kaum
noch nötig, jedenfalls nicht in Konzertsälen und Fernsehstudios.
Bevor aber der/die liebe Leser/in jetzt zum Hausarzt rennt, sollte er/sie
erst noch weiterlesen. Denn es stellt sich ja die Frage, ob wir die Medizin
nicht schon in uns selber tragen. "Zu Hause ging das doch!" Ist
das erste, was Schülern einfällt, wenn ihnen eine Vorführung
nicht so gelungen ist, wie sie sich das ausgerechnet hatten. Dabei denken
sie nicht nur an die makellos saubere Leistung, die sie gestern noch ihrem
Teddy vorgeführt hatten, sondern auch an das Lob der Hausgenossen, mit
den besten Wünschen für den Auftritt. Es war doch klar, dass die
Aufführung gut wird! Warum kam es dann doch anders ?
Jeder gute Künstler durchläuft vor dem Auftritt verschiedene Phasen
einer innerlichen Vorbereitung, die er je nach Gemütslage als Anregung,
Aufregung, Vorfreude oder Angst erlebt. Die Kunst besteht darin, in all den
Tagen oder Wochen der Vorbereitung dem vorzutragenden Werk möglichst
den Fleiß angedeihen zu lassen, der ihm gebührt. Dabei geht es
nicht darum, zu jeder Tages- und Nachtzeit alles perfekt zu können, sondern
einen Vorgang reifen zu lassen, dessen nicht unbedingt technische Vollendung
der Vortrag ist und nicht die Generalprobe zu Hause. Die Stunden und Minuten
vor dem Auftritt sind manchmal sehr quälend. In diesem Punkt sind Schüler,
Lehrer und Weltstars wirklich gleich. In vielen Lebensgeschichten berühmter
Persönlichkeiten begegnet man Beschreibungen von Nervosität, Angstzuständen
und dem Drang, sich zurückzuziehen und noch einmal mit sich allein zu
sein. Alle größeren Konzerthäuser und Theater nehmen auf diesen
Umstand Rücksicht, indem sie den Dirigenten, Solisten und Hauptdarstellern
Einzelgarderoben zur Verfügung stellen. Wer seinen Zustand nicht verleugnet,
wird aber hinter all der Angst und Aufregung auch das Verlangen empfinden,
dem versammelten Publikum eine Freude zu bereiten - ob technisch herausragend
oder nicht ganz so sehr, interessiert dann nur noch den Kritiker in der ersten
Reihe. Wer diese einfachen Dinge beherzigt, kann die Erfahrung machen, dass
das Lampenfieber gar nicht stört, sondern hilft.